Berufsbegleitende Ausbildung im Pfarrdienst: Ausbildungsgang

Kurssystematik der „Berufsbegleitenden Ausbildung im Pfarrdienst“ (BAP)

 

Der Kurs ist zweiteilig aufgebaut, um die Kursteilnehmenden nach ca. 2 Jahren für die „Kirchliche Anstellungsprüfung“ vorzubereiten. Dem Ganzen läuft ein zweiteiliger sog. Vorbereitungskurs voraus, der die Neueinsteigenden soweit fit macht, dass sie die ersten Schritte im Pfarrdienst sicher gehen können. Im Einzelnen sieht die Kurssystematik wie folgt aus:

 

1. Prolegomena: Vorbereitung auf die ersten Schritte im Pfarrdienst
    a. Vorbereitungskurs I: Der Rollenwechsel; was finde ich im Pfarramt
        vor?; Beerdigung
    b. Vorbereitungskurs II: Vorbereitung auf den Religionsunterricht

 

2. Nach einem Jahr: Fit im pastoralen Handeln
    a. Kasualien
    b. Gottesdienst / Hymnologie
    c. Seelsorge

 

3. Nach dem nächsten ¾ Jahr: Fit in theologischem Denken
    a. Ethik
    b. Dogmatik / Kirchengeschichte

 

4. Nach dem Examen wird die pastorale Herausforderung konzentriert  
    reflektiert:
    Der Fortbildungskurs fragt, was nötig ist, damit ich eine authentisch  
    theologische Persönlichkeit in meinem pastoralen Alltag bin. 
    Überprüft wird dies am eigenen Bild von Kirche und Gemeindeleitung.

 

 

Ziel der „Berufsbegleitenden Ausbildung im Pfarrdienst“ ist die Weiterbildung der theologischen Kompetenz der „Pfarrer und Pfarrerrinnen in Ausbildung“, wie sie in der „Gemeinsamen Regelung für die erste und zweite Ausbildungsphase der Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg“ 2003/2004 zwischen der Evangelisch- theologischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität und dem Evangelischen Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Württemberg festgehalten wurde.

Dort heißt es:
Theologische Kompetenz der Pfarrerinnen und Pfarrer „besteht darin, dass sie im Licht der persönlich zu eigen gewordenen Wahrheit des Evangeliums über Gott, Welt und Mensch die gegebene Gesamtlage der Kirche, der Gemeinde und ihrer einzelnen Glieder begreifen, die in der jeweiligen Einzelsituation steckende Aufgabe erkennen und demgemäß dann situationsgerechte Lösungen entwerfen, durchführen und kritisch reflektieren“ können.